Bibliothek GONZALO ROJAS


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Unsere Bibliothek ist ein frei zugänglicher Ort und ein Informationszentrum über die Kulturen und Sprachen der spanischen Welt.

Die Bibliothek des Instituto Cervantes in Bremen ist dem chilenischen Dichter Gonzalo Rojas gewidmet, der 2003 mit dem Cervantes-Preis ausgezeichnet wurde. Als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen chilenischen Lyrik nimmt Gonzalo Rojas einen zentralen Platz in der spanischamerikanischen Literatur ein. Die Bibliothek verfügt über einen spezialisierten Bestand zu seinem Werk. Darüber hinaus umfasst die Sammlung wertvolle Serigrafien, Künstlerbücher, Ausstellungskataloge und bedeutende Werke des chilenischen Malers Guillermo Núñez, der eng mit Gonzalo Rojas verbunden war. Ebenfalls zum Bestand der Bibliothek gehört die Schenkung von Ricardo Bada, Literaturkritiker und Journalist beim deutschen Rundfunk. Sie umfasst zahlreiche von den Schriftstellern, die er im Laufe seines Lebens interviewte, gewidmete und signierte Werke.

[Bestand]

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Bücher und Medien


Die Bibliothek wurde 1995 als neu gegründete Bibliothek des Instituto Cervantes für die Öffentlichkeit eröffnet. Seitdem hat sie sich als wichtiger Anlaufpunkt etabliert und bietet ein aktuelles, vielfältiges und facettenreiches Bild der spanischsprachigen Welt, das sich sowohl in ihrem Bestand als auch im Veranstaltungsprogramm widerspiegelt.

Die Bibliothek verfügt über einen lebendigen Bestand, der durch kontinuierliche Neuerwerbungen und eingehende Schenkungen stetig erweitert wird. Dabei orientiert sie sich an den Interessen und Bedürfnissen ihrer Nutzerinnen und Nutzer.

Aufgrund ihrer Spezialisierung überwiegen spanischsprachige Bestände. Darüber hinaus finden sich auch Publikationen auf Deutsch sowie in den anderen Sprachen Spaniens (Katalanisch, Galicisch und Baskisch).

Der Bibliotheksbestand gliedert sich in verschiedene Abteilungen:

  • Spanische und hispanoamerikanische Literatur
  • Kinder- und Jugendliteratur
  • Spanisch als Fremdsprache (ELE)
  • Sprachwissenschaft und Didaktik
  • Gonzalo-Rojas-Sammlung
  • Spiel- und Dokumentarfilme
  • Spanische und hispanoamerikanische Musik
  • Kunst, Fotografie und Film
  • Geschichte, Kultur und Gesellschaft
  • Comics und Graphic Novels
  • Kulturzeitschriften
     
[Kontakt und Öffnungszeiten]

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Kontakt 
Días de apertura

Öffnungstage

Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag Von 11:30 bis 14:00 Uhr
Von 15:00 bis 18:30 Uhr
Freitag Von 11:30 bis 14:00 Uhr
Samstag Geöffnet, wenn Kinderkurse stattfinden.
Nächste geöffnete Samstage

10. Oktober, 7., 21. und 28. November und 5., 12. und 19. Dezember

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[Häufig gestellte Fragen]

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[Biografie]

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Biografie von Gonzalo Rojas


gonzalo Rojas Pizarro, chilenischer Dichter und Professor, wurde am 20. Dezember 1916 in Lebu, Chile, geboren und starb am 25. April 2011 in Santiago de Chile. 

1936 arbeitete er für die Zeitung El Tarapacá in Iquique, in der er seine Gedichte sowie einen Essay über den spanischen Schriftsteller Ramón María del Valle-Inclán veröffentlichte. Während seines Studiums in Concepción gründete er am dortigen Liceo de Hombres die Zeitschrift Letras. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universidad de Chile und schrieb sich später am Pädagogischen Institut derselben Universität ein.


 

Anschließend arbeitete er am Instituto Barros Arana sowie in den Bergwerken der Atacama-Region, wo er sich der Alphabetisierung der Arbeiter widmete. Er wurde Chefredakteur der Zeitschrift Antártica in Santiago de Chile und trat 1938 der surrealistisch geprägten Gruppe „La Mandrágora“ bei. Er leitete die Sociedad de Escritores de Chile (SECH) und deren Zeitschrift Alerce. In diesen Jahren beteiligte er sich intensiv am literarischen Leben Chiles und wurde später der sogenannten „Generation von 1938“ zugerechnet.

1952 trat er eine Stelle an der Universidad de Concepción an, wo er am Fachbereich Spanische Philologie die Lehrveranstaltungen „Chilenische Literatur“ und „Literaturtheorie“ übernahm. Dort lehrte er bis 1970. Im selben Jahr ernannte ihn Salvador Allende, Präsident der Republik Chile, zum Kulturrat in China.

1955 gründete er die sogenannten „Escuelas de Temporada“ der Universidad de Concepción. In den darauffolgenden Jahren brachte er diese Aktivitäten auch in andere chilenische Provinzen und öffnete damit die Universität für die breite Bevölkerung.

Nach dem Staatsstreich unter Augusto Pinochet ging er 1973 ins Exil, zunächst in die DDR und später in die damalige Sowjetunion. 1974 ließ er sich schließlich in Caracas nieder, wo er an der Universidad Simón Bolívar und am Centro Rómulo Gallegos unterrichtete.

1979 kehrte er dank eines Guggenheim-Stipendiums nach Chile zurück und hielt Vorträge an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Ein Jahr später nahm er seine Gedichte in der Library of Congress in Washington auf.

2002 wurde er zum Ehrenmitglied der Academia Chilena de la Lengua ernannt. Als Mitglied des Instituto de Literatura Latinoamericana in Pittsburgh wurde sein Werk in mehrere Sprachen übersetzt und sein Name findet sich in zahlreichen literarischen Anthologien weltweit.

2003 erhielt er den Miguel-de-Cervantes-Preis. Am 6. Oktober 2005 wurde die Bibliothek des Instituto Cervantes in Bremen nach Gonzalo Rojas benannt.